Barfußlaufen
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Barfußschuhe Leguano -Primera und -Ballerina / Testbericht

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Im Januar 2017 startet ich mein Experiment Barfußschuhe / Barfußlaufen oder besser ausgedrückt: Keine herkömmlichen Schuhe mehr! Nie!

Habe ich dieses Vorhaben geschafft? Wie ist im Dezember 2017 – knapp ein Jahr später – meine Resonanz?

Ende Dezember 2016 habe ich das Buch Auf freiem Fuß – Ein Jahr ohne Schuhe?“ von Sabrina Fox gelesen – mein Einstieg ins Barfußlaufen. So extrem wie bei Sabrina ging es bei mir nicht zu und so herausragend sind auch nicht meine Erfolge, heißt: Meine Füße haben keine derart positive Extremumwandlung erfahren wie die Füße von Sabrina Fox. Aber dennoch spüre ich viele positive Effekte: Mein schmerzendes Hühnerauge an der linken Kleinzehe war ich schon nach 2 Monaten ohne herkömmliche Schuhe los, ebenso war schon nach einigen Monaten meine verkrümmte Kleinzehe wieder vollkommen gerade.  Das Wichtigste: Die damit verbundenen Schmerzen sind natürlich auch vollkommen verschwunden und meine Füße sehen heute ziemlich gut aus.

Da ich keine Schmerzen mehr habe, könnte ich ja ab sofort wieder jeden beliebigen Schuh tragen  – sogar extreme High Heels.  Wenn ich solche Schuhe noch tragen wöllte.  Will ich aber nicht. Nach einem Jahr barfuß oder in Barfußschuhen finde ich jegliche normalen Schuhe unbequem, schwer und eng. Kein Wunder, dass sich nach jahrelangem Tragen von Normalschuhen die Füße verformen und mit Hornhaut, Schwielen, Schmerzen, Hallux oder gekrümmten Zehen reagieren. Und sicher kennt jeder von euch jemanden, der mit Senk-, Spreizfüßen oder gar Plattfüßen zu kämpfen hat.

Sehr viele Schuhe meiner „vor 2017-Schuhe“ habe ich mittlerweile in Ebay verkauft. Wenige Lieblingsschuhe habe ich noch behalten, darunter ein paar „Mexicana- Cowboystiefel“ aus bestem dicken Leder, handgenäht und bestickt. Wie viele Leute haben mich damals auf diese tollen Boots angesprochen – jetzt bewahre ich diese nur noch als Andenken auf. Meinen Füßen zumuten will ich die nicht mehr.

In 2017 habe ich sehr viele Erfahrungen – sowohl im Barfußlaufen als auch im Tragen von Barfußschuhen – gesammelt. In diesem Artikel beginne ich mit den Schuhen. Ich habe unzählige Barfußschuhe gekauft. Welche Barfußschuhe habe ich nun in 2017 gekauft, welche habe ich behalten, welche zurückgesandt? Was sind meine Favoriten? Welche stehen noch auf meiner Wunschliste? Welche kann ich euch empfehlen?

Leguano –meine Ersten

Den Leguano „Primera“ in dunkelblau mit weißem Leguano Schriftzug habe ich bereits 2014 auf der Marathonmesse in Hamburg gekauft. Damals wusste ich zwar noch nichts von Barfußschuhen, aber auf der Messe stieß ich auf einen Stand mit diesen Leguanos und weil meine Füße mal wieder in meinen herkömmlichen Schuhen (ich trug immerhin recht bequeme Fiorentini & Baker) schmerzten (nicht zuletzt vom vielen Herumlaufen in Hamburg) und ich mich beim Testen der Leguanos pudelwohl darin fühlte, kaufte ich sie kurzerhand, behielt sie gleich an und lief damit ab Messestand einen ganzen Tag in Hamburg damit rum – viele viele Kilometer. Der Messeverkäufer erzählte was von Barfußschuhen und Ballengang und empfahl mir „unbedingtes Eingewöhnen“, vorerst „20 -minütiges Tragen pro Tag“ und „Ballengang“ und warnte vor Wadenschmerzen und Muskelkater – ich hatte nichts von alldem. Trotzdem blieben diese Leguanos dann zu Hause im Schrank (sie sahen doch irgendwie aus wie Socken und passten nicht zu meinem Kleidungsstil). Erst 2017 holte ich sie wieder hervor.

Die Leguano – wie gesagt „Socken-Design“ – sind vom Komfort und Laufgefühl für mich mit die besten Barfußschuhe. Das Obermaterial ist atmungsaktiv. Die Sohle ist absolut flexibel und rutschfest und unterstützt den Fuß in seiner kompletten Bewegungsfreiheit. Wirklich fast wie barfuß (außer das man die Zehen nicht einzeln bewegen und spreizen kann und die Luft nicht an die Haut kommt.)

Ich würde die Leguanos immer wieder kaufen und habe mittlerweile neben „Modell Primera“ auch noch die Leguano „Modell Ballerina“ in schwarz, die ich sehr oft trage. Die Primera trage ich ganzjährig, auch im Winter, außer bei Nässe und Schnee. Die Ballerinas trage ich im Winter seltener, eigentlich nur bei Temperaturen über 10 Grad oder wenn ich nur kürzer draußen bin. Im Frühling, Herbst und an nicht zu heißen Sommertagen schlupfe ich immer dann in die Ballerinas, wenn barfuß nicht geht. Sie sind passend als Business-Schuhe, sie passen zum feineren Outfit, zu Kleidern und Röcken, zu 7/8 Jeans.

Man kann sie barfuß (zu Röcken und im Sommer) oder auch (bei kälteren Temperaturen unter Jeans) mit dünnen Socken (bei Ballerinas passend zur Schuhfarbe) tragen. Meine Füße haben die Leguano Ballerinas auf etlichen großen Hochzeiten von mehr als 10 Stunden (ich bin Hochzeitsfotografin, www.susali.com) genossen und sich sehr wohl darin gefühlt.

Also: Leguano – sehr zu empfehlen.

Der Fuß hat kein großes Spiel und trotzdem drückt und reibt gar nichts. Der „Strick“ passt sich komplett der Fußform an, was absolut bequem ist und den besten Vorfußgang ermöglicht. Insofern sind die Leguano auch top geeignet für Anfänger im Barfußschuhlaufen.

Kleiner Wermutstropfen: Obwohl ich wirklich trockene und nicht schwitzende Füße habe, muss ich die Leguanos mindestens 1x wöchentlich in der Waschmaschine bei 30 Grad im Wäschenetz waschen.  Sie riechen sonst komisch, was an der Innensohle liegt. Das habe ich bei anderen Barfußschuhen so nicht erlebt. Das wöchentliche Waschen nehme ich aber gern hin, da die Leguano mit zu meinen bequemsten Barfußschuhen gehören. Und auf Reisen sind sie sowieso unschlagbar, da sie kaum Platz – kaum mehr als Socken – wegnehmen.

Kurzum: Die Leguanos sind die Barfußschuhe, die ich geschätzt am Meisten trage. Nicht die allerschönsten, aber durchaus ok. Man kennt mich so und ist daran gewöhnt. Und auch nach sehr vielen Waschmaschinengängen sehen sie jedesmal aus wie neu.

Weitere Barfußschuhe, die ich 2017 gekauft habe und euch demnächst hier vorstelle:

Vibram FiveFingers Alitza Loop in pink – ein Hingucker!

Vibram FiveFingers Vi S Sandalen in violett – sehr bequem und oft getragen

Vibram Winter (FUROSHIKI Lapland) – ein Hingucker, warm und bequem

Wildling Shoes (Eichhörnchen) – die Schönsten!

Senmotik –  Ballerina „Benita“

Senmotik – Storm H1 Black/Black – Der Barfußschuh für den Winter mit echtem Lammfell

Senmotik – Medicus F1 White / White. Der ideale Barfußschuh für medizinische Dienste

Vivobarefoot Gobi Ladies Hi Top schwarz – warme Winterboots

Luna Sandals – die Bequemsten, trotz etwas dickerer Sohle

Merrell – Vapor Glove 2 – ich mag sie sehr, sportliches Design und wirken nicht so altbacken wie die Senmotik

Zaqq – Piquant schwarze Lederschuhe Business aus schwarzen Glattleder, vegan, reduziert auf das Wesentliche

Joe Nimble „rockToes“, ein mit dem „red dot Design Award“ ausgezeichnetes Lifestyle Modell

Barfuß, Barfuss, Alpen-St-Moritz, Schweiz, Fotograf, Frankfurt, Barfußwandern, Berge, Bergsteigen, ohne Schuhe, Wald

Barfuß in Sankt Moritz, Sommer 2017

Wenn ich meine Aufzählung so sehe, habe ich in 2017 ganz schön viel Geld ausgegeben für Barfußschuhe (nicht alle der gekauften Schuhe habe ich behalten. Einige habe ich sofort retouniert und 2 Paar nach 2 Monaten in Ebay verkauft).  Doch etliche habe ich auch behalten und trage sie im Wechsel regelmäßig. Meine Füße sind es mir wert (Übrigens: Ich habe noch nicht das absolute Optimum bezüglich Passform PLUS Style gefunden und auch heute noch hin und wieder Kopf- und Nackenschmerzen….)

Barfuß ist es am Allerschönsten! Außerdem kostet das gar nichts. Geht leider aber nicht immer.

Ich freue mich über eure Kommentare!